FEUERWEHR EPPELBORN
Freitag, 24.11.2017 01:07
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Donnerstag, 20.09.1990
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Frank Recktenwald
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Für den Ernstfall erstmals gemeinsam geprobt

Vorschau
Gut trainiert für den Ernstfall: Bei ihrer Wehrübung zeigten die Feuerwehrleute aus den Löschbezirken Eppelborn und Dirmingen, daß man sich voll auf sie verlassen kann. (Foto: Thiry)
Dirmingen (bn). Die erste gemeinsame Übung der Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehren von Dirmingen und Eppelborn in Dirmingen sollte dem Zusammenwirken der Feuerwehrmänner beider Löschbezirke bei der Brandbekämpfung größerer Brände in beiden Löschbezirken zu einer Zeit dienen, wo nicht alle Wehrmänner etwa berufsbedingt anwesend sind. So wurde diese erste Alarmübung beider Löschbezirke auf die späten Nachmittagsstunden eines Werktages gelegt.

Zukünftig sollen, so die Löschbezirksführer Hans-Peter Becker (Dirmingen) und Felix Becker (Eppelborn) weitere Alarmübungen folgen mit dem Ziel, die Wehrmänner beider Löschbezirke mit den örtlichen Verhältnissen vertraut zu machen und auch über die Lage der Hydranten und weiterer Wasserentnahmemöglichkeiten zu informieren. Im ersten Abschnitt dieser gemeinsamen Brandbekämpfung sollen schädigende Einflüsse auf Firmen, größere Geschäftsunternehmen oder auch auf außerhalb der Ortslage befindlichen Betriebe stehen.

Bei dem ersten gemeinsamen Einsatz wurde angenommen, daß eine Militärmaschine über der Dirminger Ortslage einen mit Treibstoff gefüllten Zusatztank verloren hat. Dadurch wurden auf dem Betriebsgelände der Firmen BBR und Val. Hell mehrere Gebäude durch Trümmer und ausfließenden Treibstoff in Brand gesetzt. Im Lager der Firma BBR wurden eine unbekannte Anzahl Personen vermißt. Durch die Größe des Schadensobjektes wird beim Eintreffen des LBz Dirmingen sofort der LBz Eppelborn alarmiert.

Die Alarmierung erfolgte - wie im Ernstfalle - durch Sirenen. Sehr schnell war die hiesige Wehr mit einem Einsatzfahrzeug am "Tatort", ein weiteres folgte. Die Eppelborner Wehr rückte mit insgesamt sechs Fahrzeugen und entsprechender Besatzung an, so daß zur Brandbekämpfung insgesamt 51 Wehrmänner im Einsatz waren.

Der LBz Dirmingen übernahm die Personenrettung mit leichtem und schwerem Atemschutz, entnahm Wasser aus dem vorgesehenen Hydranten vor dem Betriebsgelände und zusätzlich mit einer TS 8/8 aus der etwa 100 Meter entfernten Ill.

Den Eppelborner Wehrmännern oblag der Schutz des ausgedehnten Holzlagers der Firma Hell, Abschirmen des Heizöltanks mit Wasserwerfer sowie die Brandbekämpfung des allgemeinen Lagers und des Gebäudes. Auch die Eppelborner Wehr setzte zusätzlich eine TS 8/8 zur Wasserentnahme aus der Ill ein, unterstützte mit schwerem Atemschutz auch die Personenrettung. Mit von der Partie war auch die Ortsgruppe des Eppelborner DRK. Ein Tätigwerden wurde nicht erforderlich.

Auf einer gut ausgearbeiteten Skizze konnte jeder Gruppenführer seinen Einsatzort auf den sehr ausgedehnten Firmengeländen und die einzusetzenden Rohre zur Brandbekämpfung entnehmen, so daß letztlich neben Wasserwerfer noch aus 14 Rohren Wasser floß, wozu auch ein TLF 16 der Eppelborner Wehr eingesetzt wurde.

Nach Übungsende waren die beiden Löschbezirksführer mit dem Ergebnis durchaus zufrieden und Oberbrandmeister Hans-Peter Becker dankte den Wehrmännern für den schnellen und gut funktionierenden Einsatz. Auch für die zukünftigen Fälle gemeinsamen Einsatzes sollen ähnliche übersichtliche Skizzen angefertigt und beim Eintreffen jedem Gruppenführer zur Information und Orientierung übergeben werden.

Auch die Wehrmänner bestätigen das gute Zusammenarbeiten untereinander und das gute kameradschaftliche Verhältnis. Letztlich sollen diese gemeinsamen Übungen der Sicherheit in den Gemeindebezirken dienen.

Bevölkerung und Geschäftsinhaber sollen wissen, daß auch während berufsbedingter Abwesenheit vieler freiwilliger Wehrmänner der Brandschutz in jedem Fall gewährleistet ist.

Quelle: Saarbrücker Zeitung