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Mittwoch, 13.12.2017 15:59
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Frank Recktenwald
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Die Freiwillige Feuerwehr in Bubach-Calmesweiler

Vorschau
Waldbrandübung 19??
Das notwendige Wasser zum Löschen des Brandes wurde aus naheliegenden Brunnen und Wasserläufen geschöpft und zur Brandstelle geschleppt. Wenn aber genügend Helfer anwesend waren, wurde eine "Kette" gebildet, in der die gefüllten Eimer von einer Hand zur anderen gereicht wurden, wodurch schneller und mehr Wasser an die Brandstelle heran gebracht wurde. Nur selten konnte ein in Brand geratenes Haus vor der Vernichtung gerettet werden. Man war schon zufrieden, wenn ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnstätten vermieden werden konnte.

Diese Verhältnisse änderten sich erst im 19. Jahrhundert. Erstmals hören wir im Jahre 1839 in der Bürgermeisterei Eppelborn von der Anschaffung einer Feuerspritze und den dazu notwendigen ledernen Wasserschläuchen. Die Spritze befand sich in Calmesweiler, wo auch der Bürgermeister "Johann Peter Thetard" seinen Wohn- und Amtssitz hatte. Dann erscheint 1880 in einer Aufstellung von Bürgermeister Schwan, Eppelborn, in den Dörfern Bubach, Calmesweiler und Macherbach eine berufene Wehr (Pflichtwehr) mit 26 Mann.

Auf dem Bild - Werner Spaniol, Pastor Groß, Karl Groß
1903 waren im Besitz der Gemeine Bubach-Calmesweiler: eine Feuerspritze, zwei Leitern, ein Haken und 20 Eimer. Macherbach besaß eine Leiter, ein Haken und 10 Eimer. Laut Beschluss der Gemeinderäte von Bubach-Calmesweiler und Macherbach vom 3.März 1907 wurden die beiden Gemeinden ein Feuerlöschverband. 1909 hatte die Pflichtfeuerwehr Bubach-Calmesweiler-Macherbach 68 Mitglieder. Am 20.Oktober 1919 kam es in der Gemeinde Bubach-Calmesweiler zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Der Leiter der Pflichtwehr Peter Waltner, Calmesweiler, wurde auch Leiter der neuen Wehr mit dem Titel Brandmeister. Der Wehr traten 60 Mann bei, worunter sich viele Jungmänner befanden.



Auszüge aus Original Niederschriften:

(Frühere Niederschriften werden hier nach der Übersetzung aus dem Altdeutschen ergänzt)

Am 26. Dezember 1936 hielt die Wehr in der Wirschaft Peter Schorr ihren diesjährigen Familienabend ab.Zu diesem waren eingeladen die Polizei und die Gemeindevertretung . Es wurden besonders ausgezeichnet die beidenWehrmitglieder Horras Franz u. Alt Jakob, welche für ihre 20jährige Dienstzeit eine Uhr erhielten. Die Wehr konnte diesen Abend veranstalten durch das Preisschießen, welches kurze Zeit vorher das Geld eingebracht hatte.

Am Sonntag 20tenJuni 1937 hielt die Wehr eine Übung mit Besichtigung ab. Zur Besichtigung waren erschienen Kreisbrandmeister Rullof von Neunkirchen, Brandmeister Hell von Dirmingen und Brandmeister Wiesen von Eppelborn. Auch war Herr Bürgermeister Engel und etliche anderen Herren erschienen. Es wurden zuerst vorgeführt Wendungen, Fuhseqerzieren danach Geräteeqerzieren. (Orginal nachgeschrieben)

Das Jahr 1939 war ein verhängnisvolles Jahr. Im Monat August brach in dem Schuppen von Willi Wirz ein Brand aus. Die Wehr war schnell zu Hilfe und zwang es den Brand von den Wohnhäusern und Stallungen fern zu halten. Im September brach dann der Krieg aus.

Im Monat Juni 1940 wurden folgende Mitglieder der Wehr für ihre 20jährige Dienstzeit mit einer Uhr beschenkt.2. Löschzugführer Valentin Leidinger, Truppführer Johan Lauer, Truppführer Alois Koster, Oberwehrmann und Hornist Peter Zangerle. Diese Uhren wurden von der Gemeinde gestiftet.

Am 31. Juli 1949 feierte unsere Wehr ihr 30.järiges bestehen. Bereits am Vorabend versammelten wir uns mit der Altersklasse im saale der Wirtschaft Brill, wo wir die letzten Vorbereitungen zum Fest trafen.

Am 8.9.1950 gegen 14,30 Uhr war Alarmübung. Kreisbrandmeister Wendling und Amtswehrführer Reschüberzeugten sich wie schnell die Wehr ist. Binnen 10 Minuten waren 7 Mann zur Stelle, was die Herren nicht ganz befriedigte.

Am Sonntag den 13.Januar 1952 fand unsere Jahresabschlussversammlung statt. Die Versammlung war gut besucht. Heinrich, Schriftführer

In den Abendstunden des 24.3.1953 brach in dem Anwesen von Theobald-Glowik in Calmesweiler ein Brand aus, der durch das schnelle Eingreifen der Wehr gelöscht werde konnte. Camaro, Schriftführer

Am 13. Januar 1954 fand die feierliche Übergabe des neuen Löschfahrzeuges durch die Gemeindeverwaltung Bubach-Calmesweiler statt. Das Fahrzeug hat einen Platzraum für 12 Personen und ist mit einer neusten Motorpumpe die 800 Liter Wasser in der Minute fördert ausgerüstet. Camaro Theobald, Schriftführer



Im Zuge der Modernisierung der Feuerwehr erfolgte am 13.Januar 1954 in einer Feierstunde die Übergabe des neuen Löschfahrzeuges LF8 durch die Gemeinde an die Wehr, welches 800 Liter Wasser in der Minute aussprühen konnte. Zu dem namhaften Regierungsausschuss musste die Gemeinde noch 700.000 frs. Aufbringen. Bürgermeister Hans Groß konnte am 19.September 1971 der Wehr ein neues und besseres Motorfahrzeug übergeben, das bei der Übergabe von Herrn Pfarrer Heinrich Groß eingesegnet wurde.

Gruppenbild 1984 in Calmesweiler vor dem Umzug in das neue Gerätehaus in Bubach.
Unterkunft der Wehr war zu der Zeit eine Doppelgarage neben dem heutigen Kindergarten im Ortsteil Calmesweiler.

1984 konnte man endlich das heutige Gerätehaus an der St.Martin-Schule in Bubach beziehen.

Ebenfalls 1984 erhielt die Wehr ein LF 16 TS KAT das sich noch immer im Dienst befindet.






Abholung des Fahrzeuges bei Magirus in Weisweil. Auf dem Foto: Anton Pulch, Otmar Groß, Werner Schirra, Gerhard Groß+, Werner Spaniol, Norbert Fries, Franz-Josef Tanzhaus, Walter Recktenwald, dahinter Thomas Lotz (Magirus) nicht auf dem Bild Wolfgang Braun.
1993 wurde das alte LF 8 durch ein HLF 8/12 ersetzt.

Löschbezirksführer


  • von 1978 - 1996 Oberbrandmeister Anton Pulch, Bubach
  • von 1996 - 2002 Oberbrandmeister Wolfgang Braun, Calmesweiler
  • von 2002 - 2008 Oberbrandmeister Otmar Groß, Bubach
  • von 2008 - heute, Oberbrandmeister Wolfgang Braun, Calmesweiler

Auf dem Bild: Peter Gasteiger+, Anton Pulch, Josef Praxmarer, Johann Schöpf
Die Freiwillige Feuerwehr Bubach-Calmesweiler unterhält seit dem 14. November 1980 eine Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Längenfeld, Ötztal, Tirol.