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Frank Recktenwald
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Geschichte des LB Wiesbach

Die Freiwillige Feuerwehr Wiesbach feierte im Jahre 2000 das 115-jährige Stiftungsfest in Verbindung mit dem 75-jährigen Bestehen des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbach und das 35-jährige Stiftungsfest der Jugendwehr Wiesbach. Dies war für uns ein geeigneter Anlass, diese Jubiläen mit einer größeren Festveranstaltung zu feiern. Gleichzeitig aber auch Gelegenheit bzw. Verpflichtung, die Entwicklung und die Geschichte der Wehr etwas näher zu beleuchten.

Entsprechend den Gegebenheiten in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts was das Feuerlöschwesen sehr primitiv und mit den heutigen Verhältnissen überhaupt nicht vergleichbar. Eine organisierte Wehr gab es in der Regel nicht, vielmehr waren die Bürger im Falle eines Brandes auf die allgemeine Hilfe angewiesen. Außerdem waren die Löschgeräte sehr einfach und wenig geeignet, um wirksame Hilfe leisten zu können. Hinzu kam, dass es oft an der nötigen fachgerechten Bedienung der Löschgeräte mangelte.

Eine genaue und ausführliche Chronik der Wehr der ersten 60 Jahre ist leider nicht schriftlich festgehalten. Nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich dies, als Schriftführer Eduard Stein eine Chronik begann. Sein Nachfolger in diesem Amt, Günter Klein, führte die Chronik fast dreißig Jahre ausführlich weiter, recherchierte im Staatsarchiv in Saarbrücken und bei privaten Personen und vervollständigte die ersten Jahre, soweit noch Unterlagen beschafft werden konnten. Aufgrund der jetzt vorhandenen Unterlagen und sonstiger Erhebungen kann berichtet werden, dass bereits im Jahre 1885 eine Freiwillige Feuerwehr in der damals selbständigen Gemeinde Wiesbach bestand.

Am 19. Oktober 1890 gab sich die Wehr neue Statuten, die noch im handschriftlichen Original vorhanden sind. Da diese Statuten in altdeutscher Schrift verfasst sind, hat Kamerad Klein diese in die lateinische Schrift übertragen, damit auch die heutige Generation die Statuten noch lesen kann. Die Wehr war für die damalige Größe des Ortes sehr Mitglieder stark; gehörten ihr doch 68 Personen an.

Gemäß § 1 dieser Statuten bestand das Feuerwehrcorps aus folgenden Personen und Abteilungen:

  • dem Oberbrandmeister
  • dem Brandmeister
  • einem Zeugmeister und dessen Stellvertreter
  • einem Spritzenmeister und dessen Stellvertreter
  • einem Hornisten (mit der Charge eines Rottenführers)
  • sechs Rottenführern, darunter drei Schlauchführern
  • der Rettungs- und Steigerabteilung
  • der Spritzenabteilung, mindestens 16 Mann stark
  • der Zubringerabteilung, aus Feuerwehrmännern und Freiwilligen bestehend
  • der Sicherheitsabteilung
  • eine Haken- und Leiterabteilung, mindestens 10 Mann stark

Die Wehr konnte damals noch nicht als eine öffentliche Einrichtung im heutigen Sinne betrachtet werden. Es war mehr oder weniger eine Bereitschaft von Menschen, die sich freiwillig zusammengefunden hatten, um Hab und Gut der Mitmenschen vor Feuer und sonstigen Naturkatastrophen zu schützen. Wenn sie auch anfangs unter den primitivsten Verhältnissen der entstandenen Gefahr zu Leibe rückten mussten, so war die aus dem natürlichen Bedürfnis heraus entstandene Gemeinschaft von dem Gedanken beseelt: "Einer für alle - alle für einen"

Geschichte des LB Wiesbach - Teil 2

In den Anfängen der Feuerwehrgeschichte wurden die Feuerwehrkräfte durch Feuer-Rufer alarmiert. Später wurden dann bei Ausbreitung eines Schadensfeuers die Glocken geläutet. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurden durch Hornisten, die Mitglieder der Feuerwehr waren, die Wehrmänner alarmiert. So hat Peter Romp aus der Landstuhlstraße nach seinen eigenen Angaben aus dem Jahre 1960 bei dem...

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