Presse- & Öffentlichkeitsarbeit





Datum:25.04.2018
Löschbezirke:Eppelborn: 09:43 -
Bubach-Calmesweiler: 09:43 - 13:43
Dirmingen: 10:38 -
Habach: 09:43 -
Wiesbach: 09:43 -
Bubach-Calmesweiler: 09:43 - 13:43
Einsatzart:Technische Hilfe / Sonderfunktion TEL / Einsatz Stellv. ABC-Zugführer
Eingesetzte Fahrzeuge:Leitender Notarzt (), TEL Feuerwehr Ottweiler (), Org-Leiter Rettungsdienst (), Notfallseelsorger (), Landesumweltamt (), Notarzt (), Rettungswagen (), Polizei (), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) (), Gerätewagen Atemschutz (), MTW (1-18), TLF 16/25 (1-23), LF 16 TS (1-44), MTW (2-18), LF KatS (2-44), MTW (4-18), TSF-W (4-48), ELW (7-11), KdoW Wehrführer (Epp 07)


59 Schüler durch Reizgas leicht verletzt - Gefahrstoffeinsatz an der Gemeinschaftsschule Eppelborn | Mittwoch, 25.04.2018

Durch ausgetretenes Reizgas sind am Mittwoch an der Gemeinschaftsschule Eppelborn 59 Kinder und Lehrkräfte leicht verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatten Schüler vor dem Chemiesaal Pfefferspray versprüht. Ein Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst war die Folge.

Bild: 59 Schüler durch Reizgas leicht verletzt - Gefahrstoffeinsatz an der Gemeinschaftsschule Eppelborn

Eppelborn. Großeinsatz heute Morgen an der Gemeinschaftsschule Eppelborn in der Hellbergstraße. Kurz vor Ende der zweiten Stunde bemerken Schüler in einem Flur einen beißenden Geruch. Kurze zeit später klagen mehrere Schüler über Atemwegsreizungen und brennende Augen.

Weil der Flur im Bereich eines Chemiesaals liegt, wird die komplette Schule evakuiert, rund 350 Kinder sammeln sich einem Sportplatz. Die Evakuierung läuft dabei sehr routiniert und ohne Probleme ab. Gleichzeitig werden um 09:43 Uhr Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit der Meldung "Mehrere Schüler durch Gefahrstoff kontaminiert" alarmiert, es wird ABC-Alarm ausgelöst. Das bedeutet, dass neben der örtlichen Feuerwehr auch der Gefahrstoffzug des Landkreises zum Einsatz kommt.

Ausgerüstet mit Atemschutz gehen Trupps in das Gebäude vor
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hält sich niemand mehr in dem Schulgebäude auf. Unter Atemschutz werden Messungen auf verschiedene Gefahrstoffe vorgenommen, die alle ohne Ergebnis bleiben. Aufgrund der geschilderten Symptome wie Hustenreiz und tränenden Augen kommt schnell der Verdacht auf, dass es sich bei dem unbekannten Stoff um Reizgas handeln könnte.

59 Personen, darunter auch 4 Lehrkräfte sind mit der bis dahin noch unbekannten Chemikalie direkt in Berührung gekommen und klagen über Beschwerden. Während die unverletzten Schüler in der nahen Hellberghalle unterkommen, müssen die Betroffenen nach einer ersten Sichtung zuerst einer Not-Dekontamination unterzogen werden. Dabei handelt es sich um eine grobe Reinigung, um den Gefahrstoff abzuspülen. Danach werden sie weiter vom Rettungsdienst betreut und auf verschiedene Krankenhäuser aufgeteilt.

Bürgermeisterin Birgt Müller-Closset im Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter Michael Sticher
Während dessen werden alle Räume des Gebäudes mit mehreren Drucklüftern belüftet. Der Verdacht auf Reizgas erhärtet sich immer mehr, bis schließlich eine Dose Pfefferspray in einem Gebüsch aufgefunden wurde. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Zahlreiche verantwortliche Personen kamen an die Einsatzstelle. Bürgermeisterin Birgit Müller Closset, Ortsvorsteher Berhold Schmitt, Landrat Sören Meng und Landesbrandinspekteur Timo Meyer informierten sich persönlich vor Ort über den aktuellen Stand.

Die Schule bleibt nach Angaben von Landrat Sören Meng auch am Donnerstag geschlossen. Er gehe davon aus, dass der Schulbetrieb am Freitag wieder stattfinden kann. Eine endgültige Entscheidung darüber soll aber die Prüfung eines Instituts bringen. Das Ergebnis wird für Donnerstagmittag erwartet.

Nach Angaben der Polizei hatten Schüler vor dem Chemiesaal Pfefferspray versprüht. Die Ermittlungen zu den Tatverdächtigen dauern an. Insgesamt waren über 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Info Gefahrstoffzug
Beim Gefahrstoffzug-Zug handelt es sich um eine Sondereinheit der Feuerwehr, welche durch mehrere Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis in enger Zusammenarbeit gestellt wird und für Gefahrguteinsätze speziell ausgerüstet und ausgebildet ist. Der Löschbezirk Bubach-Calmesweiler ist mit dem LF-KatS in den Abschnitt Dekontamination im Gefahrstoffzug eingegliedert. Andreas Groß aus dem Löschbezirk Bubach-Calmesweiler ist stellvertretender Leiter des Gefahrstoffzugs, Dr. Frank Schwan aus dem Löschbezirk Eppelborn unterstützt als "Fachberater Chemie".






Die Feuerwehr war im Gefahrstoffeinsatz an der Gemeinschaftsschule in Eppelborn






Ausgerüstet mit Atemschutz gehen Trupps in das Gebäude vor






Ein Trupp wartet ausgerüstet mit Atemschutz auf seinen Einsatz






Auch der Rettungsdienst war mit zahlreichen Helfern vor Ort






Der Messtrupp rüstet sich für seinen Einsatz aus
























Der Gefahrstoffzug des Landkreises war mit zahlreichen Fahrzeugen und Helfern vor Ort






Bürgermeisterin Birgt Müller-Closset im Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter Michael Sticher


















Die Feuerwehr führte Messungen auf verschiedene chemische Substanzen durch






Dekontaminierung der betroffenen Schüler






Dekontaminierung der betroffenen Schüler






Einsatz der Drucklüfter zum Belüften des Gebäudes






Einsatzleitwagen der Technischen Einsatzleitung (TEL)






Rettungswagen im Bereitstellungsraum












Dekontaminierung der betroffenen Schüler












Im Flur vor diesem Chemiesaal wurde das Reizgas offenbar versprüht












Der leitende Notarzt koordinierte die medizinischen Maßnahmen






Alle Patienten mussten registriert werden






Die Schülerinnen und Schüler, die nicht direkt mit dem Stoff in Berührung gekommen waren, wurden in der Hellberghalle betreut












Auslöser der Aufregung: Eine Dose Pfefferspray wurde in einem Gebüsch aufgefunden




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